Website: http://www.kletterturm.info
Da mein erster Besuch im Kletterturm Mocka nur sehr kurz war, gibt es auch erstmal nur eine vorläufige Rezension.
Der Turm fällt bereits von außen auf. Kletterrouten sind an die Backsteinfassade geschraubt und führen in schwindelerregende Höhe.
Direkt daneben läd ein neu gebautes Restaurant im Holzhaus-Stil zum Eintreten ein. Im inneren findet man einen Restaurantbereich und eine große Theke,
die auch als Ausleihe für Materialien dient. Diese sind ausreichend Vorhanden und auch der kleine Shop hat eine interessante Auswahl.
Der Turm hat innen drei Etagen und eine beeindruckende, durchgehende 30m Wand. Der untere Bereich besteht neben einer Kinderwand hauptsächlich aus einer großen
Boulderanlage mit vielen Überhängen und Dachkletterrei. In der 2ten Etage finden sich die Kletterrouten im hauptsächlich oberen Schwierigkeitsbereich (5-10) mit Überhängen,
in der 3ten die etwas einfacheren (2-7). Dominiert wird das ganze durch die 30m Wand, die vorbei an allen Etagen durch den ganzen Turm führt. Hier sind sogar Touren mit mehreren
Seillängen möglich, in drittel Wandhöhe sind dazu Möglichkeiten zum Standbau vorhanden.
Für Höhenangstgeplagte wie mich ist das allerdings nix. Allerdings dürfte für die auch der Weg über die enge Stahltreppe in die dritte Etage schön erheiternd genug sein.
Im Turm selbst ist das Ambiente auch eher "rustikal", lediglich einige Sitzgelegenheiten hellen den Baustellencharakter etwas auf.
Draußen führen Routen am Turm nach oben, ebenfgalls 30m bis zum Dach, allerdings leicht positiv geneigt. Auch befindet sich draußen ein kleiner Kunstfelsen (ohne künstliche Griffe) und eine (vielleicht mietbare) Grillecke.
Interessant ist übrigends die Preispolitik. Die normalen Eintrittspreise sind großstadttypisch recht hoch, allerdings bietet der Betreiber für Stammgäste ein Abo mit unbegrenzter Kletterzeit an.
Topropeseile sind übrigends nur im Anfängerbereich zahlreich vorhanden, sonst muß auch mal Vorgestiegen werden. Das gilt auch für die 30m Wand. Exen sind aber überall schon eingeklinkt. Namen und Schwierigkeit der Routen sind direkt am ersten Griff ausgezeichnet. Einziger Kritikpunkt meinerseits: die Kletterflächen sind vom Tresen aus nicht einsehbar, kein Verantwortlicher hat also Überblick über die Kletternden und vielleicht mögliche Gefahren oder Unfälle. Ein Krankentransport vom obersten Deck dürfte dann eh auch "alpin" erfolgen, da die enge Treppe wohl für Notfälle nicht geeignet ist.
Alles in allem lohnt sich aber auf jeden Fall ein weiterer Besuch.
Rezension von Stefan (Aug. 2006)
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